Großer Kampf ohne Happy End in Wuppertal Drucken
Montag, den 06. Februar 2017 um 12:28 Uhr

Die ersten Herren war am 4. Februar zum dritten Rückrundenspiel beim Tabellendritten vom TTC Wuppertal zu Gast. Mit Zuversicht und der breiten Brust von zwei Auftaktsiegen und der Tabellenführung der Rückrundentabelle im Rücken wollten die Mannschaft eine weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Nikolay, Frank, Florian, Michael, Till und Fabian sollten es richten. Der Gegner stellte seine beste Mannschaft dagegen, die im Durchschnitt rund 50 TTR Punkte mehr auf dem Konto hat. Die Rollen waren also vermeintlich klar verteilt.

 

 

 

Der Auftakt mit den beiden ersten Doppeln lief daher auch erwartungsgemäß: Nikolay konnte mit Frank letztlich sicher gewinnen während Florian und Fabian in drei knappen Sätzen gegen ein starkes Einserdoppel den Kürzeren zogen. Im für uns immer wichtigen Dreierdoppel, der Punkt ist mit dem starken Doppel MIchael und Till besetzt, sollte sich dann der Verlauf des Abends seine Schatten vorauswerfen: In fünf umkämpften Sätzen ging das Spiel nach Wuppertal, wobei die Gegner im Schlussatz mehrere "Tödliche" hatten und das Spiel auch mit einer Kantenangabe beendeten. Unglücklich...

In den Einzeln gab es für Bärbroich einen guten Start mit Nikolays Sieg, der allerdings härter erkämpft werden musste als von einigen, wohl auch ihm selbst, erwartet worden war. Frank spielte gegen den drittstärksten Spieler der Liga eine starke Partie und brachte den Gegner zu Wutausbrüchen inkl. vorsätzlicher Ballzerstörung, musste aber im fünften Satz leider die Segel streichen. In der Mitte konnte Michael in einem sehr knappen Spiel nervenstark und taktisch clever spielend, trotz zahlreicher Nasser des Gegners, punkten; Florian hatte verhältnismäßig leichtes Spiel, da der Gegner überwiegend mit seinen eigenen Fehlern beschäftigt war und Florian ihn dahingehend untersützte, gute Leistung! Diese prima Leistung in der Mitte führte zur zwischenzeitlichen 3:4 für Bärbroich und unten sollte nachgelegt werden. Till machte seinen Gegner mit krummen Angaben, guten Blocks und langem Ballabtrocknen mürbe und hatte im vierten Satz zwei Matchbälle. Allerdings verpasste er es, den Sack zu zumachen und im fünften war Wuppertal wieder obenauf. Das tat richtig weh. Fabian hatte in seinem Spiel wenig Spaß, da er nicht wirklich wusste, was bei Seitschnitt passiert und war letztlich trotz eines Satzgewinns chancenlos. Zur Halbzeit also ein kleiner Rückstand, 5:4. Alles drin, aber Vorentscheidung zu unseren Gunsten vermasselt.

Nikolay machte in seinem zweiten Einzel klar, wer der beste Spieler der Landesliga 5 ist und panierte die Wuppertaler eins nach Strich und Faden. Fand der nicht so witzig... Frank kam mit dem sehr starken Blocker an Position zwei nicht klar, denn Franks schnelle Bälle kamen genauso schnell zurück, eher unangenehm, folgerichtig 0:3. Michael hatte auch in seinem zweiten Einzel Kraft getankt und gewann klar und verdient in drei Sätzen: Wenn Michael weiter so stark spielt, wird es eng in der Mitte für seine Gegner. Florian konnte keinen zweiten Punkt einfahren, der Gegner war etwas zu sicher. Zwischenstand 7:6 gegen Bärbroich, immer noch alles möglich. Till wollte seinen "verlorenen" Punkt aus dem ersten Einzel verzögert verbuchen, hatte aber auch Probleme mit dem sehr unorthodoxen Spiel der Nummer fünf, knappe Niederlage in vier Sätzen. Im letzten Einzel musste Fabian gewinnen, um die Chance auf einen Punktgewinn aufrecht zuerhalten, und das gegen Noppe. Aber die war kurz und der Gegner setze sie nicht wirklich gefährlich ein; mit überraschend offensivem Spiel gelang ein klarer 3:0 Erfolg. Also ruhten die Bärbrocher Hoffnungen auf dem Schlussdoppel, und da haben wir ja ein wirklich gutes Gespann am Start. Leider galt das an diesem Tag auch für die Wuppertaler. In einem überraschend klaren Spiel siegten die Gastgeber 3:0 und spielten trotz guter Bälle von Nikolay und Frank unfassbar starke Bälle und trafen wirklich alles. Das Quentchen Pech, das leider wir dieses Mal gebucht hatten, kam an den entscheidenen Stellen auch noch hinzu. Die 9:7 Niederlage aus Bärbroicher Sicht war nach fast vier Stunden Spielzeit besiegelt.

 

Insgesamt wäre ein Punkt verdient gewesen, aber davon können wir uns auch nichts kaufen. Wirklich verloren ist mit Blick auf die Tabelle dadurch aber auch nichts, gegen diese Mannschaft werden auch unsere direkten Konkurrenten nur sehr schwer Punkte machen können. Kommende Woche steht da ein sehr wichtiges Spiel an: Der direkte Verfolger Kolping Remscheid ist in Bärbroich zu Gast. Hier ist ein Sieg Pflicht. Nach der 9:5 Hinrundenniederlage stehen wir dieses Mal mit anderer Aufstellung an der Platte und wollen den Abstand zu den direkten Abstiegsplätzenvergrößern. Je nach Verlauf des Spieltages ist sogar der Sprung auf Platz neun möglich. Wir hoffen erneut auf die großartige Untersützung der Zuschauer und werden spielerisch (und kulinarisch) alles für eine gute Stimmung tun.