Erfolgreiches Wochenende für den TTC PDF
Geschrieben von: AD   
Montag, den 12. März 2018 um 19:51 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfolgreicher Samstag (und Sonntag) für fast alle Mannschaften:

1. Damen nimmt erfolgreich Revanche in der NRW-Liga mit einem 8:5 Sieg gegen Borussia Düsseldorf und ist nun hervorragender Vierter in der Tabelle. Bravo!

Lockerer Sieg der 1.Herren mit Nikolai Kapitanov und Jochen Wollmert an der Spitze in Pulheim und am Sonntag konnte Biesfeld mit 9:6 bezwungen werden (Spielbericht weiter unten)

Super-Sieg der 2.Herren gegen Porz-Eil. Ohne die Nummer 1, Micha Breidenbach, gab es einen überraschend klaren 9:2 Sieg. Mittwoch folgt der Show-Down in Refrath.

Auch die 3. und 4. Herren siegten gegen Sand (9:5) und Immekeppel (9:2). 4. Herren ist der Aufstieg fast nicht mehr zu nehmen.

Die 1. Jugend spielte 2 mal Unentschieden und gewann 1 Spiel, führt die Tabelle an und kann mit einem Sieg am letzten Spieltag den Aufstieg in die NRW-Liga klar machen.

 

 

Die erste Mannschaft hatte sich ein Mammutprogramm für das vergangene Wochenende aufgebürdet. Am Samstagabend stand das Auswärtsspiel beim Pulheimer SC auf dem Programm. Die erste Besetzung mit Nikolay, Jochen, Florian, Frank, Fabian und Till war gewarnt vor Auswärtsspielen, bei denen offensichtlich immer so einiges passieren kann, wie wir in der Vorwoche gegen Ösinghausen (4:9) erfahren mussten, auch wenn man der Tabelle nach klarer Favorit ist. Es hätte viel passieren können, tat es aber nicht. Das Spiel endete 9:3 für Bärbroich und war nie so wirklich spannend. Die fairen und netten Gastgeber aus Pulheim fuhren zwei Punkte in den Doppeln ein und konnten Florian seine erste Rückrundenniederlage beibringen, das war es aber schon. Bemerkenswert aus Bärbroicher Sicht war die schwache Ausbeute in den Doppeln, die insbesondere in der Hinrunde eine große Stärke der Mannschaft war. Jochen und Till verloren knapp in fünf Sätzen gegen Doppel eins, Florian und Fabian spielten das mutmaßlich schlechteste Doppel seit Beginn der Aufzeichnungen. Lediglich Nikolay/Frank konnten gegen Doppel zwei sicher punkten. Die in den Doppeln und den Ergebnissen entstandenen atmosphärischen Störungen hingen wie ein schwerer Schleier auch über allen weiteren Spielen, auch wenn es letztlich zu einem klaren Sieg gereicht hat. Allen Beteiligten war nach dem Spiel klar, dass Gesprächsbedarf herrschte und das mit einer solchen Leistung und Stimmung gegen das am Sonntagnachmittag anstehende Derby gegen Biesfeld kein Blumentopf zu gewinnen sein würde.

Bärbroich bat also am Sonntagnachmittag die Nachbarn aus Biesfeld zum Tanz und es wurde getanzt: eher lateinamerikanisch-feurig als europäischer Standard mit der richtigen Mischung aus sportlicher Ambition, nachbarschaftlicher Rivalität bei gleichzeitigem Respekt vor dem Gegner und seinen Leistungen. Die Aufstellung der Bärbroicher sah erneut den ersten Anzug vor: Nikolay und Jochen vorne, Florian und Frank in der Mitte und Fabian und Till rundeteten nach unten ab. Die Biesfelder gingen mit Hamböker, Schellong, Bruhn, Kirch, Stefer und Grajewski an den Start. Aufmerksamen Kennern der Szene fiel sofort auf, dass Markus Boczkowski nicht dabei war, sicherlich keine Stärkung angesichts seiner Form in dieser Saison. Dieser kleine Vorteil verleitete die Bärbroicher aber nicht dazu, das Spiel auf eine leichtere Schulter zu nehmen. Insbesondere der fünf-Stunden-Krimi in der Hinrunde (7:9 aus Bärbroicher Sicht) hatten alle Bärbroicher noch klar vor Augen und waren gewarnt.

Nachdem die Doppel bei Bärbroich schon gegen Pulheim Anlass zur Sorge und Diskussion gegeben hatten, setzte sich genau das gegen Biesfeld fort. Erneut ging Bärbroich mit 1:2 aus den Doppel, wobei sowohl die Leistung von Jochen/Till (ganz knapp im fünften Satz zu neun verloren) als auch von Florian/Fabian (knappes 1:3) eine klare Verbesserung zum Vorabend darstellten. Nikoaly und Frank hatten mit dem Doppel zwei kaum Mühe und gewannen souverän 3:0. Allerdings war ein Rückstand weder geplant noch einkalkuliert, hier herrscht mit Blick auf die Doppelauf- und -einstellung weiterhin Klärungs- und Gesprächsbedarf in der Mannschafft.

In den Einzeln ging es ebenfalls erstmal nicht so gut los, wie das aus Bärbroicher Sicht wünschenswert gewesen wäre: Nikolay mühte sich zu einem knappen 3:2 Erfolg gegen einen geschickt spielenden Schellong und Jochen konnte seinen Coup aus dem Hinspiel gegen Frank Hamböker nicht wiederholen und unterlag klar 0:3. Biesfeld führte also weiterhin (2:3). In der Mitte einigte man sich ebenfalls auf eine mehr oder minder gütliche Teilung der Punkte: Florian kämpfte den formstarken Kirch nieder und Frank ist nach seiner Seuche (Grippe oder so...) noch nicht wieder bei 100%; Sven Bruhn konnte das mit all seiner Erfahrung ausnutzen und holte den Zähler für Biesfeld. Immer noch ein Rückstand (3:4). Aber wie im wirklichen Leben kackt auch im Tischtennis die Ente hinten: Fabian holte sich mit einem 3:0 recht humorlos einen Punkt ab. Till schaffte im dramatischsten Spiel des Abends nach 0:2 Satzrückstand und 6:10 im dritten Satz tatsächlich noch die Wende im fünften Satz und holte sich den Sieg gegen Stefer. Nerven aus Drahtseile... oder völlige mentale Abwesenheit... man weiß es nicht, aber die Leistung war stark und entlockte den zahlreichen Zuschauern mit den von Jochen gestifteten Klatschelementen eine geradezu orgiastische Lärmentwicklung. Also drehte sich im unteren Paarkreuz der Wind und Bärbroich ging mit 5:4 in Führung.

Im oberen Paarkreuz kam es dann erneut zum Spiel Nikolay gegen Hamböker. Mit einer Leistungssteigerung im Verlauf des Spiels und dem berühmt-berüchtigten Glück des Tüchtigen holte sich Nikolay seinen zweiten Einzelpunkt des Tages. Jochen kam gegen Schellong nicht gut aus den Startlöchern und musste nach sich 0:2 Sätzen erstmal mit zwei Satzgewinnen das Recht zum Entscheidungssatz erkämpfen. Hier lag er auch schon wieder deutlich zurück, kämpfte und schimpfte wie ein Rohrspatz und kam tatsächlich noch mal ran, bis das blöde Glück diesmal bei den anderen tüchtig war und Schellong den natürlich nicht unverdienten Punkt nach Biesfeld mitnahm. Also weiterhin eine knappe Führung für Bärbroich (6:5). Die Uhrzeit war inzwischen natürlich weit fortgeschritten, als Florian und Frank erneut in den Ring mussten. Florian zeigte nach 1:2 Satztrückstand einen starken Schlusssatz und holte sich den Sieg gegen Bruhn, Frank kam gegen Kirch nicht so richtig ins Spiel und unterlag 1:3. Bis zum Spiel gegen Langenfeld wird Frank noch einige extra Schichten Training einlegen und dann wieder körperlich und mental auf der Höhe seiner Hinrundenform sein, dann ist mit ihm in der Mitte nicht gut Kir(s)ch(essen)... Riesenwortspiel! Weiterhin Führung für Bärbroich (7:6). Fabian spielte gegen Stefer trotz offensichtlichen Mangels an Training und Praxis erneut stark und holte sich auch sein zwei Match mit 3:0. Das gepflegte offene Konterspiel wird in der Landesliga auch viel zu wenig wertgeschätzt... Till hatte somit die Entscheidung auf Schläger: Im vollen Bewusstsein der Verantwortung machte Till dann in einem Viersatzmatch den Sack zu und sicherte Bärbroich beide Punkte. Die inzwischen zeitlich zermürbte und etwas ausgedünnte Fankulisse freute sich mit der Mannschaft über einen spannenden und leidenschaftlichen, dabei aber fast immer fairen Spielnachmittag. Ironischerweise kam es ausgerechnet im bedeutungslosen Abschlussdoppel noch zum Wortgefecht zwischen Frank und Frank, dessen Ursprung nicht so ganz aufgeklärt werden konnte und dessen Pulverdampf nach einigen Minuten auch schnell wieder verraucht war.

Mit den vier Punkten aus dem Wochenende können wir natürlich sehr zufrieden sein, Bärbroich steht wieder an der Spitze der Tabelle und hat die Relegation in greifbarer Nähe. Der Staffelsieg ist weiterhin möglich, wenn die drei letzten Spiele in Langenfeld und Heiligenhaus sowie gegen Dormagen siegreich gestaltet werden können. Das werden allerdings drei sehr schwere Spiele Hinrunde (9:7, 9:5 und 2:9) und die Vorbereitung auf Langenfeld (18. März) beginnt schon beim Training am Dienstag!

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. März 2018 um 08:56 Uhr
 
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